Agentless vs. agentenbasiert: Welcher Security-Ansatz passt zur Cloud?

Agentenloses vs. agentenbasiertes System: Wichtigste Erkenntnisse
  • Agentless-Security liefert Euch umfassende, sofortige Transparenz über Cloud-APIs – ohne Installation auf Workloads, ohne Performance-Einbußen und ohne auf aufwendige Deployments zu warten.

  • Wiz verfolgt einen Agentless-first-Ansatz. Zentrale Erkenntnisse zu Sicherheitslage, Angriffsfläche und Risiken stammen aus API-basierter Erkennung und Snapshot-Analysen. Wenn zusätzliche Runtime-Einblicke nötig sind, nutzt Wiz zusätzlich einen schlanken eBPF-Sensor – keinen schwergewichtigen Agenten.

  • Agentless-first passt zur Geschwindigkeit der Cloud. Kurzlebige VMs, Container und Serverless-Funktionen werden automatisch erfasst, sobald sie entstehen.

  • Klassische Agenten haben weiterhin ihre Berechtigung – sind aber nicht mehr der Standard. Sie bieten Host-Enforcement, bringen aber auch operativen Aufwand, Abdeckungslücken und zusätzliche Risiken durch privilegierte Prozesse mit sich.

  • Der moderne Ansatz: Agentless-first, Runtime bei Bedarf. Startet mit Agentless für Skalierung und Einfachheit, ergänzt um einen eBPF-Sensor für spezifische Runtime-Anwendungsfälle. Klassische Agenten kommen nur noch in besonderen Legacy- oder Hybrid-Szenarien zum Einsatz, in denen APIs oder Sensoren nicht greifen.

Warum Agentless-first in modernen Cloud-Umgebungen zählt

Cloud-Umgebungen verändern sich kontinuierlich. Teams erstellen neue Ressourcen, nutzen zusätzliche Services, entwickeln Architekturen weiter und deployen kurzlebige Workloads, die oft nur Minuten existieren. Eure Security muss diese Dynamik abbilden.

  • Ephemere Infrastruktur stellt klassische Agentenmodelle vor Probleme. Container, kurzlebige VMs und Serverless-Funktionen erscheinen und verschwinden schneller, als Agenten installiert, aktualisiert oder stabilisiert werden können. Jeder Host, der ohne Agent startet – selbst kurzzeitig –, erzeugt blinde Flecken.

  • Agentenbasiertes Scanning skaliert in der Cloud nur begrenzt. Der notwendige Lifecycle, privilegierte Prozesse und der operative Aufwand passen nicht zu dynamischen Cloud-Umgebungen.

  • Der Agentless-first-Ansatz von Wiz löst dieses Problem: API-basierte Erkennung und Snapshot-Analyse liefern sofortige Abdeckung über alle Cloud-Accounts – keine Installationen, keine übersehenen Hosts, keine Performance-Einbußen. Wenn Ihr Runtime-Tiefe braucht, ergänzt Wiz einen schlanken eBPF-Sensor, der Live-Systemaktivität erfasst, ohne die Last eines traditionellen Agenten.

Kurz gesagt: Agentless-first sorgt für Breite und Geschwindigkeit. Runtime-Sensoren liefern bei Bedarf zusätzliche Tiefe.

Uncover vulnerabilities in the cloud without deploying agents

See why CISOs at the fastest growing companies choose Wiz to secure their cloud environments.

Informationen darüber, wie Wiz mit Ihren personenbezogenen Daten umgeht, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Agentless-Security: Definition und Grundlagen

Agentless-Security ist ein cloud-nativer Ansatz, der Transparenz und Risikobewertung ohne Softwareinstallation auf Workloads ermöglicht. Statt Agenten auf jeder VM, jedem Container oder jedem Node zu deployen, sammeln Agentless-Plattformen Daten direkt von Cloud-APIs, Metadaten und Snapshots.

Dieses Modell entspricht der Realität moderner Cloud-Umgebungen: Workloads sind kurzlebig, Autoscaling ist Standard und Teams brauchen sofortige, konsistente Abdeckung – ohne zusätzlichen Betriebsaufwand.

Funktionsweise von Agentless-Security

Agentless-Plattformen basieren auf zwei zentralen Mechanismen:

  • API-basierte Erkennung: Sichere Cloud-APIs erfassen jede Ressource – über Accounts, Regionen und Services hinweg. So entsteht in Echtzeit ein vollständiges Inventar.

  • Snapshot-Analyse: Temporäre, schreibgeschützte Snapshots ermöglichen der Plattform, Workloads auf Schwachstellen und Fehlkonfigurationen zu scannen, ohne das laufende System zu berühren. Nach der Analyse werden sie automatisch gelöscht.

Diese Kombination bietet vollständige Abdeckung ohne Eingriff in Workloads – und reduziert gleichzeitig Komplexität und Betriebsrisiken.

Agentless-Security in der Praxis

Agentless-Security verbindet sich direkt mit euren Cloud-Providern – AWS, Azure und GCP – über sichere APIs. Sobald die Zugriffsrechte eingerichtet sind, erkennt die Plattform automatisch Ressourcen und bewertet deren Sicherheitszustand.

Statt Software auf jedem System zu installieren, sammeln Agentless-Lösungen Informationen aus:

  • Cloud-APIs für Ressourceninventar, Metadaten, Berechtigungen und Konfigurationen

  • Storage-Snapshots für Offline-Scanning auf Schwachstellen und Malware

  • Cloud-Logs und Netzwerkeinstellungen für Erkenntnisse zu Angriffsfläche, Konnektivität und Identitäten

  • Account- und serviceübergreifende Korrelationen, um Beziehungen aufzudecken, die Angreifer ausnutzen könnten

Dieses Outside-in-Modell liefert vollständige Transparenz ohne in laufende Prozesse einzugreifen und skaliert sofort über Accounts und Ressourcentypen hinweg.

Wann Runtime-Tiefe ins Spiel kommt

Agentless bietet breite Abdeckung und Posture-Erkenntnisse. Einige Anwendungsfälle profitieren jedoch von Echtzeit-Transparenz – etwa das Erkennen anomaler Prozessaktivität, Systemaufrufe oder Lateral-Movement-Versuche.

Hier kommt ein eBPF-Sensor ins Spiel: Er ergänzt den Agentless-Ansatz um Runtime-Einblicke – ohne den operativen Aufwand klassischer Agenten.

Agentless-Security vs. agentenbasierte Security

In dynamischen Cloud-Umgebungen bietet Agentless-first die bessere Grundlage: höhere Abdeckung, geringerer Aufwand und weniger blinde Flecken. Agenten bleiben relevant – vor allem in Legacy- oder On-Prem-Szenarien.

Vorteile agentenbasierter Security 

Traditionelle Agenten sammeln Telemetrie und setzen Richtlinien durch, indem sie Software direkt auf jedem Host ausführen. Das gibt ihnen bestimmte Stärken – bringt aber auch Kosten mit sich, die in der Cloud schnell wachsen.

1. Aktives Host-Level-Enforcement

Agenten können lokal handeln: Prozesse blockieren, Konfigurationen ändern, Firewall-Einstellungen durchsetzen oder ungenutzte Software entfernen.

Wo das hilft: Legacy-Systeme, On-Prem-Workloads oder spezialisierte Hosts, die direkte Kontrolle benötigen.

Warum es nicht ideal für die Cloud ist: Diese Fähigkeit kommt durch privilegierte, dauerhaft laufende Prozesse. Bei Kompromittierung schaffen sie neue Risiken. Und jeder einzelne Host muss die Agenten installiert, aktualisiert und funktionsfähig halten.

2. Funktioniert über gemischte Infrastruktur

Agenten können auf Cloud-VMs, Bare Metal, Rechenzentrumsservern und Endpoints laufen. Das kann Security-Tooling über diverse Umgebungen hinweg standardisieren.

Wo das hilft: Hybrid-Setups oder Umgebungen ohne gute API-Abdeckung.

Warum es nicht ideal für die Cloud ist: Cloud-native Umgebungen haben bereits robuste APIs – und sie skalieren automatisch. Agenten erreichen weder die Elastizität noch die Geschwindigkeit von Cloud-Workloads.

3. Funktioniert bei eingeschränkter Konnektivität

Agenten können manchmal lokales Monitoring auch während Ausfällen oder Netzwerkproblemen fortsetzen.

Wo das hilft: isolierte Edge-Umgebungen.

Warum es nicht ideal für die Cloud ist: Cloud-Security erfordert vereinheitlichte, korrelierte Transparenz über Accounts und Services hinweg. Getrennte Agenten erzeugen Fragmentierung, keine Resilienz.

Nachteile agentenbasierter Security (verstärkt bei Cloud-Skalierung)

1. Abdeckungslücken sind unvermeidlich

Jede VM, jeder Container oder Node, der ohne Agent startet – absichtlich oder unbemerkt – wird unsichtbar. In schnelllebigen Cloud-Umgebungen ist das unvermeidlich.

2. Hoher operativer Wartungsaufwand

Jeder Agent muss deployt, aktualisiert, debuggt, neu gestartet und über Tausende von Ressourcen hinweg überwacht werden. Drift und Fehlkonfiguration sind konstante Risiken.

3. Performance- und Kosten-Overhead

Selbst schlanke Agenten verbrauchen CPU und Speicher. Bei Skalierung kann das Nodes in höhere Compute-Tiers schieben und Betriebskosten erhöhen.

4. Vendor-Lock-in

Agenten zu wechseln bedeutet Massen-Deinstallation plus Massen-Neuinstallation, oft über Tausende von Hosts. Die versunkenen Kosten verlangsamen die Einführung besserer Tools.

5. Vergrößerte Angriffsfläche

Agenten sind privilegierte, netzwerkverbundene Prozesse – und viele hatten kritische CVEs. Kompromittiert ein Angreifer einen Agenten, erbt er dessen Zugriff.

6. Schwer skalierbar mit ephemeren Cloud-Workloads

Autoscaling-Gruppen, Spot-Instanzen, Serverless-Patterns und kurzlebige Compute sprengen agentenbasierte Modelle. Cloud-Security braucht automatische Zero-Touch-Abdeckung.

Vorteile von Agentless-Security

Agentless-Modelle nehmen Daten von Cloud-APIs, Metadaten, Storage-Snapshots und Konfigurationen auf – außerhalb des Workloads. Das macht sie wesentlich einfacher einzusetzen.

1. Einfache, automatische Abdeckung

Verbindet euch einmal mit euren Cloud-Accounts und alles ist sichtbar. Neue Workloads erkennt die Plattform im Moment ihrer Erstellung – keine Installation, kein Drift, keine Lücken.

2. Cloud-native Skalierbarkeit

Ob ihr 10 Workloads oder 100.000 habt – die Abdeckung skaliert sofort ohne Pro-Host-Deployment oder Tuning.

3. Kein Performance-Impact

Keine Agenten bedeuten keinen CPU-Impact, keinen Speicherverbrauch, keine Beeinträchtigung der Workload-Performance.

4. Geringe Reibung und kein Lock-in

Ihr könnt Tools einfach onboarden, testen oder wechseln, weil nichts auf den Workloads selbst deployt ist.

5. Keine Wartungslast

Kein Agenten-Lifecycle zu managen. Die Plattform aktualisiert sich selbst.

Grenzen von Agentless-Security (und wie Wiz sie adressiert)

1. Erfordert Cloud-APIs

Agentless glänzt in cloud-nativen Umgebungen. Hosts in On-Prem-Umgebungen ohne robuste APIs kann es nicht direkt überwachen.

Wiz-Empfehlung: Nutzt Agentless-first in der Cloud. Greift nur auf Agenten zurück, wenn APIs und Sensoren nicht ausreichen.

2. Eingeschränktes direktes Runtime-Enforcement

Agentless-Lösungen sitzen nicht innerhalb des Workloads und können daher Prozesse nicht direkt blockieren oder Dateien isolieren.

Wie Wiz das löst: Wiz ergänzt Agentless mit einem schlanken eBPF-Runtime-Sensor – einem Kernel-Level-Monitor, der Folgendes bietet:

  • Echtzeit-Transparenz für Systemaufrufe

  • Datei-, Netzwerk- und Prozess-Monitoring

  • Kubernetes-Runtime-Einblicke

  • Erkennung anomalen Verhaltens

…ohne vollständige Agenten oder den operativen Overhead, den sie mitbringen.

Das gibt Teams die Runtime-Tiefe agentenbasierter Tools ohne die Kosten, Risiken oder Wartung von Agenten.

Zusammenfassung: Agentless vs. agentenbasierte Security

Agentless-first bietet die beste Grundlage für moderne Cloud-Security: skalierbar, effizient und ohne zusätzlichen Betriebsaufwand.

Agenten bleiben relevant – aber nur in klar definierten Sonderfällen.

Ein kombinierter Ansatz aus Agentless und gezielter Runtime-Sensorik liefert die optimale Balance aus Transparenz und Kontrolle.

Die folgende Tabelle bietet eine Schnellreferenz für wichtige Kriterien, die Euch bei der Entscheidung helfen.

KriteriumAgentenbasierte SecurityAgentless-first-Security
Deployment-MethodeAgentenprozess läuft auf jedem WorkloadAPI-Verbindung zu Cloud-Accounts; keine Software auf Workloads (optionaler eBPF-Sensor für Runtime-Tiefe)
Deployment-GeschwindigkeitLangsam; erfordert Admin-Installation des AgentenSofort nach initialem Setup
SkalierbarkeitBegrenzt; Agent muss manuell auf jeder Ressource installiert und gewartet werdenHoch skalierbar; neue Cloud-Ressourcen erkennt die Plattform automatisch
FlexibilitätKonfigurationsänderungen schwieriger; Risiko von Vendor-Lock-inHochflexibel bei sich ändernden Anforderungen
Auswirkung auf SicherheitRisiko, dass Agenten kompromittiert werdenKeine Auswirkung auf Workload-Security (Daten stammen aus bestehenden APIs)
WartungsanforderungenAgenten müssen aktualisiert und gesichert werdenWartung übernimmt der Service-Provider
Am besten geeignet fürLegacy-On-Premises- und Hybrid-Cloud-Services, die nicht von Agentless-Services unterstützt werdenAlle Cloud-Ressourcen

Der Wiz-Ansatz für Agentless-Security

Wiz ist von Grund auf Agentless-first konzipiert und gibt Euch vollständige Transparenz über Cloud-Umgebungen – ohne Software auf Workloads zu deployen. API-basierte Erkennung und Snapshot-Analysen liefern sofortige Sichtbarkeit. Wenn ihr tiefere Runtime-Einblicke braucht,  ergänzen wir einen schlanken eBPF-Runtime-Sensor, der Systemaufrufe, Dateiaktivität und anomales Verhalten in Kubernetes und Linux erfasst.

Das Ergebnis: eine einheitliche Plattform mit klar priorisierten Risiken, kontextualisierten Erkenntnissen und effizienten Workflows – ohne zusätzlichen operativen Aufwand.

Demo anfordern

Uncover vulnerabilities in the cloud without deploying agents

See why CISOs at the fastest growing companies choose Wiz to secure their cloud environments.

Informationen darüber, wie Wiz mit Ihren personenbezogenen Daten umgeht, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.